STEP IN THE ARENA


Ausstellungsevent am Eurobahnhof Saarbrücken, 28.08. bis 26.09.2010,
Performance von Patrycja German

 

Kuratiert von Alexander Minor und Johannes Lotz

Quartier Eurobahnhof
Sonderwerkstatt
Lützelbachstraße 1
66113 Saarbrücken

In der Ausstellung wurden 26 Positionen europäischer KünstlerInnen der jungen und mittleren Generation gezeigt. Ein Teil der KünstlerInnen befindet sich noch im Studium. Konkrete wie expressive, konzeptuelle wie primär sinnliche Ansätze aller gängigen Medien sind präsent.

Ziel der Ausstellungsreihe ist es, die erstaunliche Vielfalt an Möglichkeiten sichtbar zu machen, sich heute in der „Arena Kunst“ zu positionieren, sowie die Frage nach künstlerischem Erfolg auf eine neue Weise zu stellen: Würde man Kunst, rein hypothetisch, als eine Art Sport begreifen, so stäche sofort eine Eigenschaft dieser Sportart ins Auge, die sie von allen anderen unterscheidet: Die Regeln muss jeder Teilnehmer selbst aufstellen ! Das klingt paradox, gerade heute, wo der Wettbewerbs – Leistungs- und Prestigecharakter von Kunst allgegenwärtig ist, bestärkt durch „Artist-Rankings“ etc. Indem in STEP IN THE ARENA prägende Positionen der aktuellen Szene neben leiseren KünstlerInnen gezeigt werden, die seit Jahren abseits einer breiteren Öffentlichkeit ihren Weg gehen, bietet die Ausstellungsreihe ein breites Panoptikum sehr unterschiedlicher künstlerischer Haltungen und Disziplinen. STEP IN THE ARENA stellt aus einem weiter gefassten Blickwinkel die Frage nach „Künstlerischem Erfolg“. Solange die materielle Existenz des Künstlers und seine Möglichkeit, zu arbeiten, nicht dauerhaft bedroht ist, lässt sich sein wirklicher Erfolg einzig an der Konsequenz und der unverwechselbaren Eigenart seiner Arbeit und seines Lebens durch die Jahre ablesen. Durch die gleichgewichtige Präsentation von Arbeiten von Akademiestudenten wird schließlich eine Art Spiegelbild in die Zukunft projiziert: Kann man bereits grundlegende Veränderungen ablesen, oder werden sich Strömungen und Merkmale immer wieder quer durch die in der Ausstellung vertretenen Werke in Einzelpositionen oder Kleinstgruppen auflösen? Wie behaupten sich die Studierenden neben den „Ausgelernten“? Und vor allem: In was für eine Art von Arena begibt sich heute ein Künstler, der gerade anfängt?

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